Button-Zufuhrset: Die Spritze passt nicht - ein, zwei Adapter helfen
Eigentlich ist es ein altes Thema, dass eben die verschiedene enteralen Nahrungssystem nicht so hundertprozentig kompatibel sind untereinander. Schließlich möchte jeder Hersteller auch seine gesamte Produktpalette auf dem Markt gekauft sehen und nicht nur im Katalog zeigen. Nun, dass die Nahrungspumpen jeweils ein eigenes System brauchen, ist für mich im gewissen Rahmen noch verständlich. Aber der Anschluss der PEG oder des Schlauches vom Button bzw. der Nasensonde sollte eine Einheitsgröße haben, also standardisiert sein. Die Gründe sind ganz klar:
Es gibt verschiedene Hersteller von Magensonden. Manche vertragen eine Firma nicht, da zum Beispiel das Stoma ständig entzündet ist oder beim Wechsel bereitet die eine Austauschsonde mehr Probleme als eine andere. Doch der Hauptgrund ist: Muss im Notfall die Austauschsonde gewechselt werden, so bekommt man die, welche die Klinik als "Hausmarke" verwendet. Wird dann der Patient, zum Beispiel in eine Rehaklinik verlegt und diese wird von einer anderen Firma versorgt, kann es Probleme bereiten. Deren übliche enterale Nahrungssysteme passen eben nicht.
Um solche Probleme zu umgehen, bieten verschiedene Hersteller Adapter an. Bei uns zum Beispiel liegt in der Packung vom Nahrungssystem für die Pumpe immer ein Universaladapter bei. Dort passt zwar keine "normale" Spritze ran, aber immerhin kann so das Nahrungspumpensystem an der Magensonde angeschlossen werden. Der Patient ist erstmal versorgt.
Doch geben wir unserm Kind nur zum Teil Sondennahrung, eben wenn es zum Beispiel krank ist und viel erbricht oder am Abend. Am Tag bekommt sie die Nahrung feinst püriert per Bolus über die Spritze (und auch die Medikamente). Wenn also die "normale" Spritze nicht mehr passt und es fehlt die richtige, dann helfen einem diese Adapter weiter.
Hier zwei unterschiedliche Zufuhrsets, die sich nur in einem kleinen Detail unterscheiden, so dass die "normale" Luer-Lock Spritze beim Lila-System nicht mehr passt:

Beim blauen Zufuhrset passt die Spritze genau:

Beim Lila-System, dem neuen Standard der gleichen Firma, passt keine Luer-Lock-Spritze mehr, sondern nur noch ein "eigenes" Fabrikat, so meine letzte Info:

Doch reicht in unserem Fall nicht nur ein Adapter aus. Nein, es bedarf gleich zwei Stück von zwei verschiedenen Firmen (eine davon ist unser Grundversorger; deshalb zwei). Also zum Einsatz kommt der beim Nahrungssystem beigelegte Adapter der Fa. Pfrimmer und ein Adapter für Luer-Spritzen der Fa. Fresenius Kabi. Und das schaut dann so aus:
Damit können wir wieder die "normalen" Spritzen verwenden, was gerade bei einem Krankenhausaufenthalt notwendig werden kann, wenn diese nicht die passenden Spritzen haben, wie auch unserer Versorger für enterale Ernährung. Und damit ist es mit der Patientensicherheit wieder vorbei, in dem man den "allgemeinen" Luer-Anschluss versuchte unmöglich zu machen ohne einheitliche "Nahrungsspritzen" anzubieten. Wenn jede Firma nur ihren "Standard" vertritt, wird es sicherlich auch keine ausreichende Patientensicherheit geben.
Anbei, dies zeigt nur unseren Weg. Es gibt sicherlich noch andere Adapter, die eingesetzt werden können. Und "unsere" Adapterauswahl passt gut in jede Tasche, also am Rehabuggy, in der Geldbörse und im Auto. Hat man überall einen verstaut und vergisst einmal die Spritze zuhause, so kann man wieder getrost in die nächst gelegene Apotheke gehen und sich dort eine Spritze besorgen. Doch empfehlenswert ist natürlich, zwecks der Patientensicherheit, das neue System.
Wer natürlich die großen Nahrungsspritzen, auch genannt Blasenspritzen (werden auch zum Spülen von Blasenkatheter verwendet), der tritt hier auf keine Probleme.





























Kommentare
Kommentar hinzufügen