Neue Festbeträge benachteiligen Kinder mit Magensonde

Im Juni haben die gesetzlichen Krankenkassen ihre Festbeträge bei den Medikamenten neu angepasst, dadurch müssen aber die Eltern von einem Kind mit Sonde bei den Säureblockern (Protonenpumpenhemmer (PPI)) jetzt einen Eigenanteil zahlen für Antra mups / Nexium mups.

Denn es können die betroffenen Kinder, welche über eine Magensonde ernährt werden, nicht auf alternative Protonenpumpenhemmer, insbesondere den Generika, umsteigen, bei denen sie keinen Eigenanteil zahlen müssten, so unsere Erkenntnis und der Eltern.

Alternativ wäre nur eine tägliche intravenöse Gabe von Omeprazol möglich, da hier kein Eigenanteil gezahlt werden muss, doch birgt dies größere Risiken und ist zumeist nicht zu Hause, sondern nur im Krankenhaus, zu bewerkstelligen. Hinzu ist das i.v. - Präparat weitaus teurer.

Auch ist ein Umstieg auf andere Präparate, also Wirkstoffen, nicht möglich, wie z.B. Pantoprazol, der Protonenpumpenhemmer. Denn alle diese Medikamente dürfen an sich nicht zerteilt, zerrieben (gemörsert) oder aufgelöst werden, da sie dadurch ihren Schutz vor dem Magensaft verlieren und somit das Medikament kaputt geht beim Eintritt in den Magen. Sie verlieren ihre Wirkung.

Dasselbe gilt für Generika mit dem Wirkstoff Omeprazol, wie er in Antra mups enthalten ist. Die Generika, wenn sie aus Kapseln bestehen, die man öffnen darf vor der Gabe, haben zu große Kügelchen (welche den Wirkstoff enthalten) und verstopfen damit die Magensonde.

Die Verstopfung einer Sonde ist nur mit hohen Aufwand reparabel, wenn überhaupt, was bedeutet, die Magensonde muss dann gewechselt werden, bei einer PEG ist dafür bei Kindern eine Narkose notwendig.

Die Kosten eines PEG- oder Buttonwechsels, allein schon für das Material, sind nicht gering.

Die Präparate mit den Handelsnamen Nexium mups und Antra mups sind unseres Wissens nach die einzigen, die sondiert werden können. Beide Medikamente enthalten ganz kleine Pellets, die die Sonde nicht verstopfen und die Tabletten dürfen vor der Gabe aufgelöst werden, um sie sondieren zu können.

Mit der Erhebung des Eigenanteils auf diese Medikamente bei Patienten mit einer Magensonde werden die gesetzlichen Krankenkassen nicht ihren Sachleistungsprinzip gerecht und dieser Patientenkreis wird benachteiligt, da die besonderen Belange durch die Erkrankung nicht berücksichtigt werden..

Der Eigenanteil richtet sich nicht nach Einkommensgrenzen, wie es bei den Zuzahlungen der Fall ist, womit es hier zu unliebsamenHärten kommt bei chronischen Kranken und Familien mit geringem Einkommen oder die auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen sind.

Sondenkinder: 

Kommentare

Infatrini zu verschenken

Hallo !
Wir haben noch 8 Kisten mit je 24 Gläschen á 100 ml Infatrini übrig und würden die gern verschenken, außerdem 20
0,5 Liter-Container und dazugehörige Schlauchsysteme von Flocare für die Sondenernährung.
Außerdem haben wir noch diverses Zubehör für Tracheostoma und Beatmungsmaschine (Metalline in verschiedenen Größen, HME-Filter, feuchte Nasen, O2-Schläuche, Doppelschläuche und Filter für die Elisee 150, Klebesensoren für ein Pulsoximeter etc etc. )
Wer wohnt in der Nähe und kann was gebrauchen ?
Wir wohnen in Weimar.
Christina

Container

Hallo Christina,

wieso braucht Ihr die Sachen nicht mehr? Nimmt die Firma es nicht zurück? Du kannst es auch in REHAkids im Flohmarkt anbieten. Wenn es Dir zuviel ist, könnten wir die Sachen auch holen und es verteilen.

LG
Nellie aus Jena

Hallo Nellie ! Ich habe erst

Hallo Nellie !
Ich habe erst jetzt gesehen, dass du mir geantwortet hast.
Inzwischen haben wir einen Großteil der Sachen an eine Familie verschenkt, die sie gebrauchen konnten. Wir haben aber noch folgende Sachen übrig:
2 Packungen geschlossene Absaugsyssteme für Kleinkinder, 1 Trachealkanüle Tracheoflex 5,0, , diverse Spritzen (1 ml mit und ohne Nadel und größere ohne Nadel).
Außerdem zwei Absauggeräte, eins mit, eins ohne Akku. Ich weiß aber nicht, ob die jemand haben will, wenn sie schon benutzt sind.
Wenn Ihr die Sachen verteilen könntet, wäre super ! Ich will kein Geld dafür, aber es wäre schade ums Wegwerfen. Die Firmen nehmen die Sachen nicht zurück aus haftungsrechtlichen Gründen und die Krankenkasse auch nicht, weil wir privatversichert sind. Die Kranknhäuser dürfen sie nicht nehmen, weil das angeblich Bestechung wäre.
Ihr müsst die Sachen aber nicht holen, wir können sie auch gerne nach Jena bringen, wenn du mir sagts, wohin. Ist das ein Büro oder eine Privatadresse ?
Vielleicht gibst du mir eine Telefonnummer oder sowas ?

Schöne Weihnachten und alles Gute für 2009 !

Christina

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[...] Nun das Intensivkind braucht ein Medikament, was mehr kostet als der Festbetrag. Antra mups nennt es sich, ein Magensäureblocker oder auch Protonenpumpenhemmer. Um den Eigenanteil zu entgehen, müssten wir auf eine Alternative wechseln, die ohne ist. Doch geht dies nicht. Warum? Nun dies steht auf der Seite Sondenkinder.de. [...]

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