
Das bin ich, Kilian Oskar Krebs, mein Weg begann am 31.07.2002 mit einen Not-Kaiserschnitt, da meine Herztöne nicht mehr vorhanden waren. Gleich nach meiner Geburt wurde ich reanimiert, was ca. 2 std. dauerte. Die Ärzte sagten meinem Papa, dass sie nicht wüssten, ob ich die Nacht überleben würde, doch ich habe gekämpft.

Bald schon musste ich nicht mehr beatmet werden, und so kam es, dass ich nach ca. 3 Wochen nach Hause durfte. Meinen Eltern wurde gesagt, ich sei gesund und würde mich normal entwickeln. Zuhause jedoch wollte ich nicht richtig essen, sodass ich immer Probleme mit meinem Gewicht hatte und das Atmen fand ich auch nicht toll, trotzdem wollten die Ärzte meiner Mama keinen Monitor geben. Mein erstes Lebensjahr war geprägt von vielen Atemproblemen, die mich auch auf eine italienische ITS führten, nachdem meine Mama mich wiederbeleben musste, und ich durfte mit einem intensivmedizinischen Jet des ADAC von Italien nach Deutschland fliegen. Es war sehr aufregend. Mama bekam nun auch den gewünschten Monitor und ein Absauggerät. Da ich mich einfach nicht weiter entwickelte brachte mich meine Mama zum Kinderarzt, aber der meinte nur, ich sei ein Frühchen und es sei normal, dass ich langsamer wäre.

Dann aber passierte etwas, was uns alle aus der Bahn warf: meine große Schwester wurde krank und der Arzt schickte sie sofort in die Klinik. Dort erzählte man Mama, dass Lena Leukämie hatte. Zu diesem Zeitpunkt war ich 6 Monate. Diese Zeit war sehr schwer für uns alle, und ich musste oft auf meine Mama verzichten, aber auch das haben wir überstanden und meiner Schwester geht es wieder sehr gut , hier ist sie:
Ist sie nicht süß?? Kurz vor meinem 1. Geburtstag brach ich mir dann auch noch den Oberschenkel, und bekam Baumelbeinchen, das war gar nicht schön........................... Da erst bemerkten die Ärzte, dass meine Mama recht hatte, wenn sie sagte, dass was mit mir nicht stimmt, denn ich lag immer noch flach auf dem Rücken, konnte weder meinen Kopf halten, noch mich drehen. So begann ich endlich, KG zu machen nach Bobath, denn Vojta fand ich doof. Und wir fingen mit der Frühförderung an, das fand ich klasse, denn Birte war echt toll. Langsam machte ich dann auch Fortschritte. Nach einer Weile konnte ich kurzzeitig sitzen, mit ca 2 Jahren und 3 Monaten konnte ich krabbeln und mittlerweile kann ich mich hochziehen und mit Hilfe eines Rollators auch ein paar Schritte machen. Aber hauptsächlich bin ich mit meinem Rolli unterwegs und in der Wohnung fahre ich sogar alleine, was meine Mama und meinen Papa sehr sehr stolz macht. Meine geistige Entwicklung ist leider bei einem Jahr stehengeblieben, nichts desto trotz bin ich ein echter Strahleman SCHAU:
Leider fing ich mit Eineinhalb an zu krampfen und schon bald hatten wir die Diagnose Epilepsie. Diese ist leider sehr schwer einstellbar, so dass es bis heute ein ewiger Kampf ist, aber wir geben nicht auf. Essen und trinken ist auch nicht so meine Lieblingsbeschäftigung, sodass sich meine Eltern im April '05 dazu entschieden, mir eine PEG legen zu lassen. Mittlerweile habe ich einen Button, und bekomme nachts per Pumpe meine Nahrung sondiert und tagsüber sondiert mir meine Mama dann Tee. Gelegentlich mache ich auch mal was mit meinen Mund, aber dafür muss ich sehr sehr gut gelaunt sein. Ich bin ein sehr fröhliches Kerlchen und der Liebling aller..... und ich werde geliebt und genauso viel Liebe gebe ich zurück...............
"Ich bin Ich Werde nie ein anderer sein Dies ist meine Zeit Dies ist mein Leben" (Rolf Zuckowski) Natalie, Oskar, Lena und Kilian

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