Eltern-Säuglings- und Kleinkindpsychosomatik München-Harlaching (N. v. Hofacker)

Sondenentwöhnungskonzept Behandlungseinheit Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters Schwerpunkt Eltern-Säuglings- und Kleinkindpsychosomatik Städtisches Klinikum München Krankenhaus Harlaching kmh

 

Anschrift Städtisches Klinikum München GmbH Krankenhaus Harlaching Behandlungseinheit Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters Schwerpunkt Eltern-Säuglings- und Kleinkindpsychosomatik Leiter: Dr. N. v. Hofacker Sanatoriumsplatz 2 81545 München Das Krankenhaus Harlaching ist im Münchner Süden in einem großzügigen Parkgelände in unmittelbarer Nachbarschaft des Perlacher Forstes gelegen. Die Station ist im Kinderhaus untergebracht, neben dem Kinderhaus befindet sich ein kleiner Streichelzoo. Das Krankenhaus Harlaching besitzt eine sehr gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ist auch mit dem PKW bequem zu erreichen. Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln Verkehrsanbindung mit dem PKW
Kontakt: Dr. N. v. Hofacker Facharzt f. Kinder- und Jugendheilkunde Facharzt f. Kinder- und Jugendpsychiatrie Tel.: 089 6210 3106 Fax: 089 6210 3176 e-Mail: N.v.Hofacker@khmh.de Homepage: www.khmh.de --> Abteilungen --> Psychosomatische Medizin --> Krankheitsbilder und Behandlungsspektrum --> Kinder und Jugendliche
Welche Patienten werden aufgenommen ? Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 0-6 Jahren mit Fütterproblemen, mit oder ohne Sondenpflichtigkeit. Säuglinge und Kleinkinder mit sonstigen Problemen der Verhaltensregulation (Schlafstörungen, übermäßige Wut- und Trotzanfälle, übermäßiges Klammern, vermehrte Ängstlichkeit des Kindes etc.). Voraussetzungen für eine Aufnahme: Da in erster Linie die Eltern als primäre Bezugspersonen mit der Pflege des Kindes betraut sind und bleiben sollen, ist Voraussetzung, daß die Eltern hierzu in der Lage sind. D. h. schwere medizinische Beeinträchtigungen, in deren Rahmen eine Pflege des Kindes durch die Eltern nur eingeschränkt möglich ist, schließen eine Aufnahme ebenso aus wie schwere psychische Beeinträchtigungen eines Elternteils, die es Eltern unmöglich machen, das Kind ausreichend zu versorgen. Grundsätzlich ist maßgeblich, daß eine Aufnahme immer dann möglich ist, wenn die Eltern in der Lage sind, das Kind zu Hause eigenständig zu versorgen. Während des stationären Aufenthaltes bekommen die Eltern allerdings selbstverständlich bei Bedarf Unterstützung und Entlastung durch unser Pflegepersonal. Unser Fokus der Therapie ist die kinderärztlich-psychotherapeutische Betreuung schwerer früher Interaktions- und Beziehungsprobleme einschließlich früher Essstörungen mit Sondenernährung. Begleitend bieten wir auch Krankengymnastik und Logopädie an. Dies heißt aber, daß komplex und mehrfachbehinderte Kinder, die neben dem interaktions- und beziehungszentrierten Ansatz intensiv z. B. Krankengymnastik, Ergotherapie, Sensorische Integration etc. benötigen, eher von einem stärker sozialpädiatrischen Ansatz profitieren, wie er in sozialpädiatrischen Zentren, nicht aber bei uns angeboten wird. Bei Bedarf klären wir diese Aspekte mit den Familien gemeinsam.
Unterbringung: Jede Familie hat ein Zimmer mit Bad für sich, maximal können 6 Kinder/Familien aufgenommen werden. Alle Zimmer haben Balkonzugang.
Dauer der Behandlung 3-6 Wochen
Kostenübernahme Gesetzliche Krankenkassen. Bei privater Krankenversicherung empfiehlt sich eine Klärung der Kostenübernahme im Vorfeld, auch hier hat es bislang keine Probleme mit der Kostenübernahme gegeben.
Konzept der Behandlung Nach Möglichkeit geht einer stationären Aufnahme ein ambulantes Vorgespräch voraus, in dem Inhalt und Ziel der stationären Behandlung, Behandlungskonzept sowie die elterlichen Wünsche und Erwartungen im Hinblick auf die Behandlung eingehend besprochen werden können. Die Eltern haben in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, die Station zu besichtigen. Ist die Anfahrt zu lange oder zu aufwändig, kann eine Aufnahme auch ohne Vorgespräch erfolgen. Grundsätzlich nehmen wir immer das Kind mit einem Elternteil gemeinsam auf, und versuchen, den anderen Elternteil soweit wie möglich in die Behandlung einzubeziehen. Unser Behandlungskonzept ist in seinem Zentrum familien- und beziehungsfokussiert, d. h. alle unsere Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, eine gesunde Entwicklung der frühen Eltern-Kind-Beziehungen in der Familie zu unterstützen und zu fördern. Im Rahmen der stationären Sondenentwöhnungstherapie bedeutet dies, dass wir alle Schritte einer stufenweisen Sondenreduktion und –entwöhnung mit den Eltern besprechen, und die Geschwindigkeit der Entwöhnung eng an die Bedürfnisse des Kindes, seiner Eltern und seiner Familie anpassen. Kein Schritt ohne die Bereitschaft von Kind, Eltern und Familie, diesen auch zu gehen ! Die Behandlung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team aus Kinderärzten, Kinderpsychotherapeuten, Psychologin, Kinderkrankenschwestern, Erziehern, Heilpädagogen, Musiktherapeut, Bewegungstherapeutin, Logopädin, Krankengymnasten. Die Behandlung schließt kindzentrierte und eltern-/ familienzentrierte Maßnahmen einzeln und in der Gruppe ein. Weitere Informationen zum Behandlungskonzept und seinen Bestandteilen können dem Elterninformationsblatt wie auch dem Konzept-Handout der Station entnommen werden.
Frühkindliche Fütterprobleme Grundsätzlich behandeln wir alle Arten von frühkindlichen Fütterproblemen, also auch fortbestehende Fütterprobleme nach erfolgreicher Sondenentwöhnung oder Fütterprobleme, in deren Zusammenhang eine Sondenernährung droht. Unser Behandlungsansatz ist ganzheitlich psychosomatisch-psychotherapeutisch ausgerichtet, er bezieht körperliche wie seelische Belastungen des Kindes und seiner Familie gleichermaßen ein. Er ist darüber hinaus ressourcenorientiert, d. h. neben vorhandenen Belastungen dient unser besonderes Augenmerk gerade auch familiären Ressourcen, aus denen Kind und Eltern Kraft und Ideen für neue Lösungswege schöpfen können. Kurzabriss der stationären Sondenentwöhnung 1. Phase In der ersten Phase möchten wir zunächst das Kind und seine Familie, die wechselseitigen Bedürfnisse, Belastungen und auch Ressourcen möglichst differenziert kennenlernen, um das Behandlungskonzept darauf abstimmen zu können. Gleichzeitig haben Kind und Familie ihrerseits die Gelegenheit, unser Behandlungskonzept und die Teammitglieder kennenzulernen, und sich in der neuen Umgebung einzuleben und zurecht zu finden. In dieser Phase soll die Auseinandersetzung mit den Themen „Essen und Ernährung“ für alle Beteiligten möglichst spannungsfrei erfolgen. Eine eventuell vorhandene Überempfindlichkeit im Mund-Rachenbereich, die die Nahrungsaufnahme erschweren kann, soll schrittweise abgebaut werden, Essen soll als etwas Interessantes, Lustbringendes (wieder)entdeckt werden, mit Essen darf experimentiert werden. Da die Sondierung in dieser Phase noch nicht nennenswert reduziert wird, muß Essen noch nicht dem Stillen von Hunger oder dem Gewichtserhalt dienen. Am Ende der ersten Phase haben das Kind und seine Familie auf Station eine sichere Basis entwickelt, die ihnen den Rückhalt gibt, den nächsten Schritt zu gehen. 2. Phase In der 2. Phase erfolgt nun in enger Absprache mit den Eltern eine Reduktion der Sondenmenge. Dabei bestimmen letztlich die Eltern, wieviel wie schnell reduziert wird. Die Sondierung wird soweit wie möglich auf die Nachtstunden verlegt, damit das Kind tagsüber Hunger als Motivation, zu essen, entwickeln kann. Die Gewichtsentwicklung wird engmaschig verfolgt, Kind und Familie kinderärztlich betreut. Ist die Sondenmenge auf ca. die Hälfte des Tagesbedarfes reduziert, erfolgt ein rasches oder vollständiges Absetzen der Sondierung, soweit die Eltern bereit sind, diesen Schritt zu gehen. Wenn noch sondiert wird, wird in erster Linie die Flüssigkeit, bei Bedarf mit kalorischer Anreicherung, ersetzt. Elterliche Ängste und Befürchtungen, die in dieser Phase häufig durch die Sondenreduktion und den Gewichtsverlust (5-7% des Körpergewichts) ausgelöst werden können, werden engmaschig therapeutisch begleitet. Auch hier sollen die Eltern und Familien die Station und ihre Mitarbeiter als eine Sicherheit und Schutz gebende Basis erleben. 3. Phase In dieser Phase, in der das Kind nun einen nennenswerten Teil oder alle Nahrung über den Mund zu sich nimmt, wird die Füttersituation stufenweise strukturiert. Mit den Familien werden Regeln, wie sie die Mahlzeitensituationen individuell gestalten wollen, besprochen. Außerdem geht es darum, die auf Station erprobten und bewährten Schritte in die Alltagsituation zu Hause zu integrieren, den Stationsalltag also soweit wie möglich der Normalität eines Alltags zu hause anzunähern. Auch die Planung einer möglichen ambulanten Weiterversorgung spielt in dieser Phase eine wichtige Rolle. Fühlt sich die Familie in der Lage, den Alltag zu hause zu bewältigen und erlebt sie die Mahlzeitensituationen als hinreichend entspannt, kann eine Entassung erfolgen.

Trackback URL for this post:

http://www.sondenkinder.de/trackback/27

Kommentare

Sehr geehrte Damen und

Sehr geehrte Damen und Herren, werden bei Ihnen auch Geschwisterkinder mit aufgenommen (Sohn geb. 18.04.04)? Unsere Tochter Maxine geb.21.07.06 hat seit dem 09.11.06 eine Magensonde. Schwere Gedeihstörung, sowie Va. auf Cobalaminstoffwechselstörung Typ B,D oder F oder Transcobalamin-2.Mangel.Die Ergebnisse der Fibroblastenkultur aus der Universitätskinderklinik Basel werden tgl. erwartet. Sind in Stgt. im Olgahospital in der Inneren Ambulanz angegliedert und dort wurde uns Ihre Klinik empfohlen. Vischer Antje 16. März 2007 17:43

Hallo Antje, ich denke, es

Hallo Antje, ich denke, es wäre besser, wenn Du Dich direkt an diese Klinik wendest, vielelciht per Mail, die oben angegeben ist? LG Nellie 16. März 2007 18:09

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Eingabeformat
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Glossary terms will be automatically marked with links to their descriptions. If there are certain phrases or sections of text that should be excluded from glossary marking and linking, use the special markup, [no-glossary] ... [/no-glossary]. Additionally, these HTML elements will not be scanned: a, abbr, acronym, code, pre.
  • Glossary terms will be automatically marked with links to their descriptions. If there are certain phrases or sections of text that should be excluded from glossary marking and linking, use the special markup, [no-glossary] ... [/no-glossary]. Additionally, these HTML elements will not be scanned: a, abbr, acronym, code, pre.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.
14 + 4 =
Lösen Sie dieses einfache mathematische Problem und geben Sie das Ergebnis ein. Für 1 + 3 geben Sie z.B. 4 ein.