Ellert
Auch ich möchte mich kurz hier vorstellen mit einem kleinen Ausschnitt aus meinem bisherigen Leben.
Am 6.4.1997 wurde ich mit 680 Gramm in der 24.SSW geboren, als extremes Frühgeborenes mit nicht gerade rosigen Aussichten.
Nach 5 Monaten Klinik wurde ich mit Heimsauerstoff und allerlei Hilfsmitteln entlassen zu meinen Eltern und zwei größeren Schwestern.
Nach Ansicht der Klinik sollte ich schnell vom Sauerstoff wegkommen und dies ginge nur, wenn ich sehr viel trinken würde. Aber je mehr Mama in mich reinschüttete, desto ekelhafter fand ich meine Flasche. Sie fanden allerlei Tricks um mich abzulenken, sie fütterten mich im Tiefschlaf und mit der Spritze aber ich hatte immer mehr den Trick raus mich zu wehren.
Mit einem Jahr lag ich mal wieder, wie schon so oft, auf Intensiv und dort wurde beschlossen, mir eine Magensonde zu legen. Fand ich echt ätzend, aber mit der zeit habe ich auch da den Trick rausgefunden, alles zu erbrechen, was man reinfüllte. Dennoch wurde ich fetter, gemästet mit Muttermilch Sahne und allerlei hochkalorischen Zusätzen. Sondieren konnte man mich nur noch nachts im Schlaf und das alle Stunde, Mama und Papa waren echt fertig mit der Welt. Meinen Sauerstoff war ich zwar immer noch nicht los, aber mit 15 Monaten wog ich stattliche 11 kg, sah aus wie ein Michelinmännchen und alle waren unglücklich.
Die Klinik wusste keinen Rat außer mir eine PEG zu legen, aber Mama und Papa weigerten sich standhaft dagegen.
Irgendwann haben sie auch eingesehen, dass ich besser atme, wenn ich abnehme und mit knapp zwei Jahren starteten sie den ersten Versuch der Sondenentwöhnung, im Kinderzentrum Maulbronn. Dort habe ich prompt 2,5 kg abgenommen, sah aber viel hübscher aus, und ich aß zu jeder Mahlzeit ½ Gläschen Schokoladebrei. Zu Hause hatte Mama dann die Sache satt und zog mir kurzerhand meine Sonde und ernährte mich fortan ein Jahr lang mit dem Brei im Glas, bitte nur eine Sorte und fest und heiß. Ich hab in dem Jahr keinen Schluck getrunken und auch nichts zugenommen, aber dennoch waren alle zufriedener, wäre meine Spuckerei nicht gewesen.
Als ich dann knapp drei war standen wir alle vor einer wichtigen Entscheidung, ich sollte endlich normal essen lernen und übers Internet war Mama auf Graz gestoßen, die Esstherapien machten, wie sie Mama vom Konzept her zusagten.
Also der Krieg mit der Kasse soll hier gar nicht erwähnt werden, aber am Ende flogen Mama und ich für drei Wochen nach Graz und Ihr werdet es nicht glauben, ich hab Essen gelernt, ganz freiwillig ohne Gewalt, und zwar richtige Sachen wie Pommes, Nudeln und Kaiserschmarrn, liebe seither frische Brötchen zum Frühstück und entdeckte meine Leidenschaft für Nutella - das hat mir sicher Mama vererbt!!!
Auch trinken hab ich dort gelernt, auch wenn ich immer noch nicht saugen kann so trinke ich doch aus der Schnabeltasse, Cola, Sprite und auch Wasser.
Heute bin ich 4 Jahre alt und nehme endlich zu.
Ich esse wie ich will und was ich will, aber meine Eltern sind zufrieden und Mama sagt, warum soll sie mich zum Essen zwingen, sie isst ja auch nur dann, wenn sie Hunger hat und was es gibt mag.
Ansonsten bin ich ein ganz besonderes Kind, und werde dies auch bleiben.
Normal gibt's schon, jetzt komme ich und ich bin wie ich bin und alle mögen mich so. Ich kann weder laufen noch sitzen, reden und Sprache sind mir fremd, aber im Unsinn anstellen bin ich echt klasse. Ich halte alle in meiner Familie auf Trab und kann Euch versprechen, wenn im Oktober unser Baby kommt werde ich weiterhin der verhätschelte kleine Prinz bleiben !!!
Meine Geschichten, auch die der Sondenentwöhnung in Graz, findet Ihr genauer beschrieben in meiner Homepage, zu finden unter http://members.tripod.de/EllertGraessle/index.htm im Internet.
Wenn ihr was wissen wollt könnt Ihr uns aber auch gerne anmailen, oft dauert es aber länger bis Mama zum Antworten kommt...
Nach Ansicht der Klinik sollte ich schnell vom Sauerstoff wegkommen und dies ginge nur, wenn ich sehr viel trinken würde. Aber je mehr Mama in mich reinschüttete, desto ekelhafter fand ich meine Flasche. Sie fanden allerlei Tricks um mich abzulenken, sie fütterten mich im Tiefschlaf und mit der Spritze aber ich hatte immer mehr den Trick raus mich zu wehren.
Mit einem Jahr lag ich mal wieder, wie schon so oft, auf Intensiv und dort wurde beschlossen, mir eine Magensonde zu legen. Fand ich echt ätzend, aber mit der zeit habe ich auch da den Trick rausgefunden, alles zu erbrechen, was man reinfüllte. Dennoch wurde ich fetter, gemästet mit Muttermilch Sahne und allerlei hochkalorischen Zusätzen. Sondieren konnte man mich nur noch nachts im Schlaf und das alle Stunde, Mama und Papa waren echt fertig mit der Welt. Meinen Sauerstoff war ich zwar immer noch nicht los, aber mit 15 Monaten wog ich stattliche 11 kg, sah aus wie ein Michelinmännchen und alle waren unglücklich.
Die Klinik wusste keinen Rat außer mir eine PEG zu legen, aber Mama und Papa weigerten sich standhaft dagegen.
Irgendwann haben sie auch eingesehen, dass ich besser atme, wenn ich abnehme und mit knapp zwei Jahren starteten sie den ersten Versuch der Sondenentwöhnung, im Kinderzentrum Maulbronn. Dort habe ich prompt 2,5 kg abgenommen, sah aber viel hübscher aus, und ich aß zu jeder Mahlzeit ½ Gläschen Schokoladebrei. Zu Hause hatte Mama dann die Sache satt und zog mir kurzerhand meine Sonde und ernährte mich fortan ein Jahr lang mit dem Brei im Glas, bitte nur eine Sorte und fest und heiß. Ich hab in dem Jahr keinen Schluck getrunken und auch nichts zugenommen, aber dennoch waren alle zufriedener, wäre meine Spuckerei nicht gewesen.
Als ich dann knapp drei war standen wir alle vor einer wichtigen Entscheidung, ich sollte endlich normal essen lernen und übers Internet war Mama auf Graz gestoßen, die Esstherapien machten, wie sie Mama vom Konzept her zusagten.
Also der Krieg mit der Kasse soll hier gar nicht erwähnt werden, aber am Ende flogen Mama und ich für drei Wochen nach Graz und Ihr werdet es nicht glauben, ich hab Essen gelernt, ganz freiwillig ohne Gewalt, und zwar richtige Sachen wie Pommes, Nudeln und Kaiserschmarrn, liebe seither frische Brötchen zum Frühstück und entdeckte meine Leidenschaft für Nutella - das hat mir sicher Mama vererbt!!!
Auch trinken hab ich dort gelernt, auch wenn ich immer noch nicht saugen kann so trinke ich doch aus der Schnabeltasse, Cola, Sprite und auch Wasser.
Heute bin ich 4 Jahre alt und nehme endlich zu.
Ich esse wie ich will und was ich will, aber meine Eltern sind zufrieden und Mama sagt, warum soll sie mich zum Essen zwingen, sie isst ja auch nur dann, wenn sie Hunger hat und was es gibt mag.
Ansonsten bin ich ein ganz besonderes Kind, und werde dies auch bleiben.
Normal gibt's schon, jetzt komme ich und ich bin wie ich bin und alle mögen mich so. Ich kann weder laufen noch sitzen, reden und Sprache sind mir fremd, aber im Unsinn anstellen bin ich echt klasse. Ich halte alle in meiner Familie auf Trab und kann Euch versprechen, wenn im Oktober unser Baby kommt werde ich weiterhin der verhätschelte kleine Prinz bleiben !!!
Meine Geschichten, auch die der Sondenentwöhnung in Graz, findet Ihr genauer beschrieben in meiner Homepage, zu finden unter http://members.tripod.de/EllertGraessle/index.htm im Internet.
Wenn ihr was wissen wollt könnt Ihr uns aber auch gerne anmailen, oft dauert es aber länger bis Mama zum Antworten kommt... 
Kommentare
sondennahrungentwöhnung
Gespeichert von Canpolat (nicht überprüft) am/um
Hallo Ellert,
ich bin die Sinem (2,5 jahre) und werde auch über eine Sonde ernährt, würde aber auch sehr sehr gerne richtig essen lernen meine mama ist am überlegen ob wir nach maulbronn sollen aber du hast es ja in graz geschafft das essen lernen. Das ist hochinteressant für uns. Deine Adresse haben wir angeklickt um näheres zu erfahren aber die hat nicht funktioniert. Könntet ihr uns bitte erklären was in graz besser war als in maulbronn. Wir würden uns über eine Antwort sehr freuen.
Ganz liebe Grüsse sinem und mama
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